Die Costiera Amalfitana liegt an der Südseite der Halbinsel von Sorrent, deren Berge den Golf von Neapel vom Golf von Salerno trennen. Zwischen Positano im Westen und Vietri sul Mare im Osten folgen Praiano, Furore, Conca dei Marini, Amalfi, Atrani, Minori, Maiori und Cetara dicht aufeinander, darüber liegen Ravello, Scala, Tramonti und Agerola an den Hängen. 1997 hat die UNESCO die Küste als Kulturlandschaft in die Liste des Welterbes aufgenommen; das Welterbe umfasst laut UNESCO 15 Gemeinden, landwirtschaftliche Flächen und drei Naturreservate.
Die UNESCO begründet den Titel mit dem Zusammenspiel von Natur und Menschenwerk: mittelalterliche Ortskerne wie Amalfi und Ravello mit Bauten im arabisch-normannischen Stil, enge Gassen und steile Treppen, und an den Hängen Terrassen mit Zitronen, Oliven und Reben, gestützt von Trockenmauern. Amalfi war im Mittelalter das Zentrum einer Seerepublik, und bis heute prägen Seefahrt, Handel und Landwirtschaft das Bild der Küste.
Für die Reiseplanung lässt sich die Küste in drei Abschnitte teilen. Im Westen liegen Positano und Praiano, steil gebaut, lebhaft und nah an Sorrent und Capri, die sich als Ausflugsziele anbieten. In der Mitte bilden Amalfi, Atrani und Ravello den Kern mit den meisten Verbindungen. Im Osten sind Minori, Maiori, Cetara und Vietri sul Mare ruhiger und von Salerno aus schnell erreichbar; Vietri ist für seine Keramik bekannt.
Über der Küste verlaufen alte Verbindungswege, der bekannteste ist der Sentiero degli Dei von Agerola nach Positano. Auf dem Wasser verbinden Fähren die Orte, und Bootsausflüge zeigen Grotten und Buchten, die von der Straße aus verborgen bleiben. Die Zitrone Sfusato Amalfitano und der Likör daraus sind die kulinarischen Markenzeichen der Region, mehr dazu im Beitrag über die Zitronen der Amalfiküste.